Dienstag, 28. Juni 2011

Tag 17: Jasper - Banff

Um 8 Uhr klingelt der Wecker und wir quälen uns aus dem Bett. Das Wetter könnte besser sein, aber wenigstens regnet es nicht. Nach dem Frühstück geht die Fahrt Richtung Banff los.

Wir nehmen den alten Highway, der zwar länger dauert, weil er kurvenreicher ist, aber dafür soll es die schönere Strecke sein. Diese Entscheidung stellt sich relativ schnell als klug heraus: Bereits nach wenigen Kurven sehen wir am Strassenrand einen Menschenauflauf stehen, die einen putzigen Schwarzbär im Baum beobachtet. Da gesellen wir uns dann doch auch gleich dazu. Der süsse Kerl sitzt in der Baumkrone und relaxed und das nur wenige Meter von uns entfernt! :-) Wir schiessen eine ganze Fotoserie, ehe wir unsere Reise fortsetzen.




Die Strecke zum Mount Edith Cavell dürfen wir nicht nehmen, da unser Fahrzeug mit einer Laenge von 7,20 m exakt 20 cm zu gross ist. :-( Wir steuern daher zunächst die Athabasca Falls an, die man ueber einen kurzen Walk einfach erreichen kann. Die Wasserfälle sind ganz nett und einen Stop wert.






Wir müssen nicht lange fahren, bis wir schliesslich bei den nächsten Wasserfällen angelangen. Diesmal die Sunwapta Falls, die man ebenfalls über einen kurzen Marsch problemlos erreichen kann. Mich persönlich beeindrucken diese Fälle jetzt nicht so besonders, da sie im Vergleich zu dem, was wir auf unserer Reise schon gesehen haben, eher mickrig wirken.


An einem der zahlriechn Viewpoints an diesem Highway treffen wir auf eine gemütlich am Strassenland liegendes Bergschaf. Der Bursche läßt sich wirklich durch nichts aus der Ruhe bringen und beobachtet uns genauso interessiert wie wir ihn.



Entlang des Highways erreichen wir gegen Mittag das Columbia Icefield Center. Hier schaut es, wie der Name schon ahnen laesst, eher nach einem plötzlichen Wintereinbruch, als nach sommerlichen Verhältnissen aus. Vor allem der Athabasca Glacier beeindruckt mit seiner dicken Schneedecke, die nahezu bis ins Tal reicht.


Wir suchen erstmal die Information auf und stellen zu unserem Entsetzen fest, dass es hier total überfüllt mit Touristen ist, allen voran die Busladungen Japaner. Es würde hier zwar nette Möglichkeiten geben, was wir machen könnten, aber aufgrund des Massenandrangs ergreifen wir doch lieber die Flucht und setzen unsere Fahrt in Richtung Süden fort.

Wir fahren noch einige Kilometer bis zum Saskatchewan River Crossing, wo wir dann einen Wucherpreis fuer eine Benzinladung bezahlen. (wie sich später herausstellt, haben wir 34 Ct./Liter zuviel bezahlt!!!) Wir machen noch unsere kleine Nudel-Mittagspause, bevor die Tour weitergeht.

Wir erreichen den Lake Peyto, der laut Lonely Planet als der blauste See der Rocky Mountains gilt und stellen fest, dass es hier wunderschön wäre, wenn nicht ebenfalls massenweise Touristen, auch wieder hauptsächlich Japaner, vor Ort wären.



Wir entscheiden uns daher uns von der Menschenmenge abzusetzen und einen kleinen Trail zu wandern. Hier treffen wir ausser auf ein paar Chipmunks auf keine Lebewesen.


Es gibt zwar nicht viel zu sehen, aber die Ruhe ist ganz angenehm dort!

Als wir am Viewpoint des Lake Bow ankommen setzt plötzlich Regen ein. Dieser kommt allerdings nicht von oben, sondern waagerecht von rechts! Oh nein, das darf doch gar nicht wahr sein!




Gegen 17:45 Uhr kommen wir in Lake Louise an, dort überlegen wir, wo wir nächtigen sollen, da für morgen schlechtes Wetter angesagt ist. Kurzerhand fahren wir die 60 km bis Banff, wo man mehr Rain-Options hat. Nach rund 45 mins. checken wir am Campingplatz ein und machen uns nochmal auf den Weg in die Stadt.

Banff ist ein richtiges Touristennest, insbesondere die Preise dort sind besonders abschreckend! Wir laufen die Banff Avenue entlang und landen einmal mehr bei Roots und decken uns mit Canada-Wear ein.

Wir suchen noch einen kleinen Lebensmittelladen auf, um uns mit Brot und Eiern einzudecken, wofür wir einen unverschämten Preis bezahlen und im Wohnmobil feststellen, dass die Semmeln mit Bohnenfüllung sind! Ich sag nur "Igitt!!".

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