Freitag, 24. Juni 2011

Tag 7: Walbran Creek - Camper Bay (9 km)

Wir haben uns den Wecker auf 7 Uhr gestellt und quälen uns dann etwas verschlafen aus dem Zelt. Wenigstens wartet gleich ein doppeltes Oatmeal und ein leckerer Cappuccino auf uns. Weiterer Lichtblick des Tages: die Sonne scheint, allerdings haben wir eine komplette Waldetappe vor uns, so dass wir das schöne Wetter gar nicht richtig mitbekommen.

Laut Trixis Reiseführer soll das heute eine ziemlich harte Teilstrecke werden, mit vielen Leitern, die gefühlt wie 25 Stockwerke sein sollen. Naja, mal schaun, ob das stimmt.

Wir wandern einfach mal im Wald los.







Schnell zeigt sich allerdings, dass der Reiseführer Recht behalten soll. Es geht mal wieder über viele Boardwalks, Schlammlöcher und Wurzelgeflechte, bis wir zu den Monsterleitern kommen. Auf der einen Seite geht es über ca. 8 Einzelleitern runter, dann über eine Brücke über den Fluss und auf der anderen Seite geht es die gleiche Leitersammlung wieder hoch. Krass, das ist schon ganz schön anstrengend. Gott sei Dank passt das Wetter. Oben angekommen führt der Weg über einige Boardwalks, jede Menge Schlamm und Wurzeln, bis schließlich die nächsten Hammer-Leitern kommen. Dort geht es erneut ewig weit nach unten, um dann eine ca. 30 cm breite wankende Hängebrücke überqueren zu können und auf der anderen Seite wieder hochzuklettern. Aber die Brücke ist schon ziemlich cool! Es kann jeweils nur einer drüber laufen und die Schwingungen sind er Wahnsinn. Leider ist das die einzige derartige Brücke.


















Naja, was solls, es gibt ja noch genügend andere Hürden, z. B. die Leitern, die wir jetzt wieder hochkraxeln müssen.

Das geht schon ganz schoen auf die Füße, ich bin echt froh, als wir oben ankommen. Hank läßt dann spasseshalber verlauten: "paßt blos auf, in 200 m gehts wieder runter!" und tatsächlich, so kommt es dann auch. Nur diesmal wartet unten ein Cable Car auf uns. Die Dinger sind wirklich ziemlich anstrengend, denn der Kraftaufwand in den Armen ist enorm! Kaum drüben angekommen, gehts auch schon wieder nach oben. Dort erwarten uns dann wieder die üblichen Hinternisse: Boardwalks, Wurzeln und jede Menge Schlammlöcher.






Man, bin ich froh um meine Hiking-Sticks, die sind hier echt ein uentbehrliches Gut!

Inzwischen kommen wir leider nicht mehr ganz so schnell voran, denn Trixis Knie macht massiv Probleme und ausserdem reißt an Hanks Rucksack der Bauchgurt endgültig durch. Wie er so das letzte Stück schaffen möchte ist mir ein absolutes Rätsel, aber er wird sich schon durchschlagen, denn den Notfallgurt, den ihm Trixi anbietet, lehnt er vehement ab. Naja, dann lass bleiben, alter Sturkopf! ;-) Allerdings über Rückenschmerzen beschwert er sich dann schon. Ich kann ihm daher nur bedingt Mitleid entgegen bringen.

Dennoch erreichen wir zu einer halbwegs vernünftigen Uhrzeit, gegen 16:30 Uhr unser Camp in Camper Bay auf Kilometer 62. Hank legt sich erstmal auf unsere Zeltplane um ein bisschen zu rasten, ehe er unser Zelt aufbaut und am anderen Ufer mit der Aldi-Tüte ausgestattet Feuerholz für unser heutiges Lagerfeuer sammelt. Ausserdem versucht er es mir gleich zu tun und springt, wie ich gestern, ins eiskalte Quellwasser um sich zu waschen.


Auch er findet das Gefühl nach dem Kälteschock ziemlich gut, aber mir reicht einmal!

Währenddessen macht sich Marion mal wieder an die Arbeit, um für die Gruppe ein leckeres Abendessen zu zaubern. Diesmal gibt es Nudeln mit einer Tomaten-Milchpulver-Sosse, serviert mit ein paar Stückchen Salami. Klingt zwar komisch, schmeckt aber sehr lecker!

Nach dem Abendessen sitzen wir noch gemütlich am Lagerfeuer und lassen den Tag locker ausklingen.



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