Bleibt uns der Waldweg mit den bereits nur zu gut bekannten Hindernissen: riesige Wurzeln, Schlammlöcher, umgestürzte Baumstämme und Leitern. Aber davor müssen wir erstmal das letzte Mal in einem Cable Car einen Fluss überqueren. Aber darin haben wir ja schon Übung. Es folgen fuer die nächsten Stunden die genannten Unwegsamkeiten.



Das Bemerkenswerte an den Baumstämmen uber die man längs drüber muss ist, dass es inzwischen schon ganz normal ist für uns. Die ersten Stämme die wir so überqueren mussten waren noch ein kribbelndes Gefühl ob man rüber kommt oder abrutscht. Aber jetzt geht man halt drüber wie immer. Business as usual.

Da wir noch nicht so recht wissen wo wir heute nächtigen werden füllen wir unterwegs nochmal unsere Wasservorräte auf. Die leeren Flaschen einfach in ein gemütlich dahin plätscherndes Bächlein gehalten, Filtertabelette rein und voila, fertig ist das Trinkwasser.

Der letzte offizielle Campingplatz zwischen Camper Bay und dem Ende des Trails wäre eigentlich Trasher Cove. Er liegt aber am Ende der Strandroute. Wir müssten vom Wald aus erstmal ca. einen Kilometer ans Meer zurücklegen, um dorthin zu kommen. Und morgen dann wieder in die andere Richtung zurueck. Also 2 Kilometer zusätzliche Strecke. Und laut einem Bericht am gestrigen Lagerfeuer soll es der eine Kilometer richtig in sich haben: sehr steil ohne Leitern wo welche sein sollten und auch rutschig und matschig. Keine tollen Aussichten. Na mal sehen, wir müssen uns erst bei Kilometer 70 entscheiden.
Dort angekommen legen wir eine kleine Pause ein und beratschlagen uns wo es hingehen soll.

Da wir in Trixis Buch gelesen haben, dass bei Kilometer 71 auch noch eine Möglichkeit sein soll zu campen, beschliessen wir also auf dem Trail zu bleiben und unser Glück dort zu versuchen. Der Platz soll irgendwo in der Nähe des höchsten Punktes des Trails sein. Leider gibt es kein Schild "Höchster Punkt". Also irren wir etwas orientierungslos den Trail entlang. Als wir dann aber nochmal einige Leitern hoch müssen sind wir uns relativ sicher, dass wir dem höchsten Punkt nahe sind. Nach wenigen Metern findet sich auch ein Plätzchen für unsere beiden Zelte. Für ein drittes würde es aber schon knapp werden mit dem Platz. Ob das der im Buch erwähnte Platz ist wissen wir nicht, ist aber auch egal.

Auf den offiziellen Camgrounds gibt es immer eine kleine Metallbox, um die Nahrung Bären-sicher aufzubewahren. Die gibts hier natürlich nicht. Also packen wir unsere letzten Reste in einen Sack der in den Bäumen aufgehängt werden muss. Bäume hats hier ja genug. Wir suchen uns einen in sicherer Entfernung von den Zelten. Das Seil an die richtige Stelle zu bugsieren braucht ein paar Versuche, aber schliesslich hängt das Essen dort oben.
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Ach ja, beim Essen sind noch ein paar Wanderer vorbeigekommen und haben uns erzählt, dass Boston den Stanley Cup gewonnen hat. So ein Mist. Gefällt mir nicht. Ich wollte doch den riesigen Pokal noch in Vancouver bewundern :-(


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