Dienstag, 21. Juni 2011

Tag 3: Nanaimo - Bamfield - Michigan Creek (12 km)

Irgendwie klappt das mit der richtigen Zeit noch nicht so ganz. Wir sind bereits lang bevor der Wecker klingelt hellwach, so dass wir die Gelegenheit nutzen und uns vor dem Trail noch ein letztes Mal ganz lange und ganz ausgiebig Duschen. Tut das gut!!!

So, dann geht’s auch schon los, Rucksäcke aufgeschnallt und ab zur Bushaltestelle. Leider kommt der Bus nicht so, wie wir das geplant haben, so dass wir mit dem nächstbesten einfach ein paar Straßen fahren und dann aussteigen und zu Fuß weiter laufen. Als ob wir nicht genug Fußmarsch vor uns hätten!! So laufen wir einfach mal los und ich muss sagen, krass wie schwer der Rucksack ist ich frag mich ja wirklich ernsthaft, wie ich dieses Ding 75 km lang schleppen möchte!! Ich kriech ja jetzt schon auf allen Vieren dahin – na gut, wir hatten noch kein Frühstück und wie sich herausstellt, bleibt es auch dabei, so dass es zur Stärkung jeweils ¼ von einer Schoko-Powerbar, ¼ von einer Frucht-Powerbar und eine Karotte für jeden gibt! Ein richtig leckeres Frühstück hald! ;-)

Pünktlich um 8:30 Uhr holt uns der Trailbus ab und es geht los in Richtung Pacific Rim National Park. Wir fahren rund 1 ½ Stunden, bis wir in einen anderen Bus einsteigen. Während der Umsteigeaktion versuchen wir noch mal einen kleinen Laden ausfindig zu machen, wo man noch ein bisschen ein ergiebigeres Frühstück kaufen kann. Außer ein paar Sandwich-Brötchen kommt aber nicht viel bei rum. Naja besser als nix. Mampfend geht die Fahrt dann im anderen Bus weiter über unasphaltierte Holperstraßen in Richtung Bamfield, wo der nördliche Trailhead liegt. Gegen 11:30 Uhr kommen wir dann ganz aufgeregt am Startpunkt an. Leider dauert es noch bis 13:00 Uhr bis die Einweisung beginnt, bevor wir dann endlich starten können.


Die Einweisung dauert etwa 1 ½ Stunden und informiert uns über das korrekte Verhalten wenn ein Bär vor uns steht, usw. Ich bin zwar kaum schlauer als vorher, aber ich bin schon gespannt, was genau uns eigentlich erwartet.

Ausgestattet mit den Wanderstöcken wandern wir endlich los. Zunächst geht es eine Weile am Strand entlang. So richtig anstrengend ist das hier noch nicht und auch anspruchsvoll ist was anderes, aber die Landschaft ist wirklich sehr schön. Der Rucksack ist zwar schwer, aber irgendwie trägt er sich doch ganz gut. Vor allem die Wanderstöcke tragen wesentlich dazu bei, dass der Marsch relativ locker geht.

Schließlich führt uns der Trail in den Wald, außer der Ansteigung ist auch hier keine große Hürde zu überwinden.


Wir kommen nach einer Weile an einen Viewpoint, von wo aus man aufgrund des herrlichen Wetters einen tollen Blick auf die Klippen hat. Dort sonnt sich gemütlich eine Horde Seerobben.


Echt schön, da würd ich gerne bleiben, aber wir haben ja noch ein paar Kilometer zu laufen. Also weiter!

Nach rund 4 Stunden und 12 Kilometern kommen wir am ersten Campsite Michigan Creek an. Inzwischen schmerzen meine Fußsohlen doch schon ganz ordentlich und ich bin unendlich froh, dass der Tagesmarsch vollbracht ist.


Wir schlagen also unser Lager auf und Hank bereitet uns ein wunderschönes erstes Lagerfeuer mit Meerblick. Marion – unsere Trail-Köchin – serviert uns ein leckeres Chili mit Tortillas dazu. Ja doch, so kann man es schon aushalten! Wir verweilen noch ein bisschen am Strand und beobagchten die untergehende Sonne, ehe wir uns ins Zelt verkriechen.


Beim Aufräumen stellt der „Großmeister“ Hank fest, dass er sein Handy verloren hat, so wird noch mal eine Suchaktion gestartet – was sich allerdings aufgrund des fehlenden Handyempfangs als erfolglos gestaltet. Tja, blöd gelaufen!

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